Abstract
Fragestellung: Ziel dieser Studie war, ein systematisches Review und eine Metaanalyse der Kurz- und Langzeitergebnisse der Staplerhämorrhoidopexie durchzuführen. Patienten und Methodik: Mit einer Literatursuche wurden randomisierte, kontrollierte Studien zum Vergleich von Staplerhämorrhoidopexie und Milligan-Morgan-/ Ferguson-Hämorrhoidektomie abgefragt. Die Daten wurden für jede Studie einzeln entnommen und die Unterschiede mit Fixed- und Random-Effects-Modellen analysiert. Ergebnisse: Es wurden 34 randomisierte Studien und zwei systematische Reviews gefunden; hiervon wurden 29 Studien eingeschlossen. Die Staplerhämorrhoidopexie erwies sich in Bezug auf den Klinikaufenthalt (p < 0,001) als statistisch signifikant überlegen und hinsichtlich der postoperativen Schmerzen (perioperativ und früh-postoperativ), der Operationsdauer sowie der Blutungen (postoperativ und spät-postoperativ) als numerisch überlegen. Nach der Staplerhämorrhoidopexie waren Prolapsrezidive und wiederholte Eingriffe aufgrund von Rezidiven häufiger. Bei den Komplikationsraten wurden keine Unterschiede beobachtet. Schlussfolgerung: Die Staplerhämorrhoidopexie reduziert die Dauer des Krankenhausaufenthalts und könnte einen Vorteil im Sinne einer kürzeren Operationsdauer, weniger postoperativer Schmerzen und geringerer Blutungen bieten, ist jedoch mit einer erhöhten Rate von Prolapsrezidiven assoziiert.